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Allgemeine daten des Kreises

Der Kreis Stargard erschien auf der Verwaltungslandkarte Polens im Januar 1999. Er ist hinsichtlich der Fläche der größte Kreis der Wojewodschaft Zachodniopomorskie (Westpommern), der 2004 km² einnimmt. Et erstreckt sich nach Süden von seiner Hauptstadt Szczecin (Stettin), das von Stargard Szczeciński, dem Sitz der Kreisbehörden kaum 36 Kilometer entfernt ist.

Stargard Szczeciński ist die größte Ortschaft des Kreises, die den Statut der Stadtgemeinde besitzt. Chociwel, Dobrzany, Ińsko, Suchań, Łobez und Węgorzyno sind Stadtund Dorfgemeinden.

Übrige Ortschaften: Dolice, Kobylanka, Marianowo, Stara Dąbrowa und Stargard Szczeciński sind Dorfgemeinden. Das entwickelte Netz lokaler Straßen sowie die günstige Bahnverbindung ermöglichen ein schnelles Erreichen jedes Ortes auf dem Land von Stargard. Die durch dieses Land verlaufende Landesstraße Nr. 10, die von Szczecin nach Bydgoszcz (Bromberg) führt, wird in der nächsten Zeit zu einer Expressstraße. In Stargard Szczeciński laufen fünf Bahnlinien zusammen, die den direkten Anschluss mit Wrocław (Breslau), Kraków (Krakau), Gdańsk (Danzig), Poznań (Posen) und Szczecin (Stettin) ermöglichen. Die Kreishauptstadt ist 40 Kilometer vom Fährterminal in Świnoujście (Swinemünde) entfernt.

Günstige Verkehrslage, die Nähe der Grenzzone mit den Übergängen in Kołbaskowo, Lubieszyn und Rosówko sowie Fremdenverkehrs- und Klimavorzüge sind Vorteile, die von der Attraktivität des Kreises Stargard zeugen. Die Einmaligkeit des Landes von Stargard bestimmen die ein Jahrtausend alte Geschichte, die in den wertvollen Sehenswürdigkeiten ausgedrückt wird, und seine Gegenwart, die von der Aktivität der Einwohner kreiert wird.

AUF DER SPUR NACH DER GESCHICHTE UND DEN SEHENSWÜRDIGKEITEN

Das Land von Stargard ist in Westpommern- dem historischen Land gelegen, mit dem es lange, stürmische und komplizierte Geschichte teilte. Es bestimmten sie die in den vergangenen Jahrhunderten aufeinanderprallenden polnischen, deutschen und skandinavischen Einflüsse. Die Geschichte dieses Grenzgebietes bildeten pommersche Slawen, die hier ihre Städte gründeten, polnische Herrscher von der Dynastie der Piasten und pommersche Fürsten, Dänen, Deutschordensritter, Schweden und Brandenburger. Im Jahre 1701 ging das Land von Stargard unter die preußische Herrschaft, deren Erbe die Deutschen übernahmen, über. Zusammen mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, kraft des Abkommens in Jalta, wurden Pommern und damit das Gebiet des heutigen Kreises Stargard an die Grenzen des polnischen Staates angeschlossen.

Die Anfänge vieler Orte des Kreises reichen bis ins Frühmittelalter. Zu den ältesten gehört Stargard Szczeciński, wo schon im 8. Jahrhundert eine Burgstadt – der spätere Sitz des Kastellans existierte – der bis zum Ende des 13. Jahrhunderts überstand. Zum ersten Mal erschien Stargard auf den Geschichtskarten als „castro Zitarigroda“, im Jahre 1124 in der Chronik, die christianisierte Mission des Bischofs Ottons beschrieb, der ehemals die Burg am Fluss Ina besuchte. 1234 oder anhand anderer Quellen 10 Jahre später erhielt Stargard von den Händen des pommerschen Fürsten Barnim l. das Anlegeprivileg.

Nicht nur Verleihungen und mehrere Privilege, sondern auch außergewöhnlich günstige Lage entschieden über den Aufschwung der Stadt. Hier kreuzten sich wichtige Verkehrswege und ein schiffbarer Fluss, an dem sich der Hafen entwickelte, Speicher und Mühlen gebaut wurden, ermöglichte den hiesigen Kaufleuten, die Kontrolle über den Getreidehandel aus ganzer Gegend zu übernehmen. Die Position der Stadt stärkte ihre Zugehörigkeit seit 1363 zur Hansa, der riesigen wirtschaftlichen Organisation der Städte an der Ost- und Nordsee. Die finanzielle Kraft von Stargard zeichnete sich unter anderem durch wunderbare Bauwerke aus. Einheimische Errungenschaften in der Architektur, von allem in den sakralen Objekten wurden zum Muster für Baumeister in ganz Westpommern, sogar in Großpolen.

Die sich kräftig entwickelnde Stadt geriet in Konflikt mit Szczecin um das Recht, das Getreide zu lagern und es weiter aus Świnoujście zu flößen. Der beide Seiten verheerende Wirtschaftskrieg endete nach 4 Jahren, im Jahre 1460, dank der Intervention des Fürstenhofes. Ein Andenken an die Versöhnung ist der „Aussöhnungskranz“, die Linde – heute mit dem Umfang von über 6 Metern. Sie wurde von den Bürgermeistern der streitsüchtigen Städte in Kobylanka gepflanzt, das in halbem Weg zwischen Szczecin und Stargard gelegen war. Dieses Ereignis begann mit einer bis heute in Kobylanka kultivierten Tradition des Lindenpflanzens nach dem Verlauf jedes Jahrhunderts – am Jahrestag des abgeschlossenen Friedens. Die jüngste Linde symbolisiert das Jahr 1960.

Tragisch in der Geschichte der Stadt und des gesamten Landes von Stargard war das 17. Jahrhundert. 1618 brach der Dreißigjährige Krieg aus. Die Kriegshandlungen, Brände, Seuche, Hunger und die schwedische Besatzung verursachten beinahe völlige Entvölkerung von Stargard, das kraft der Bestimmungen des westfälischen Friedens unter die Herrschaft von Brandenburg gelangte und seit dem Jahr 1701 sich in den Grenzen des Königtums Preußen befand. Für seine Entwicklung waren die Streitkonflikte in den nächsten Jahrhunderten ungünstig. Während des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) zerstörten die Stadt die Russen, in den Jahren 1806-1812 zogen hier mehrmals die napoleonischen Truppen ein.

Erst das 19. Jahrhundert kennzeichnete sich durch einen wirtschaftlichen Aufschwung, dessen Zeichen die Stadt an Szczecin, Poznań und Berlin anschließende Eisenbahn war. Stargard wurde zu einem wichtigen Eisenbahnzentrum und entwickelte sich als Standort der Verarbeitungs- und Maschinenindustrie. Das Zeugnis des ersten Weltkrieges bleibt bis heute der Lagerfriedhof – 1915 existierte hier das internationale Kriegsgefangenenlager. Ein tragisches Gepräge hinterließ in Stargard der 2. Weltkrieg. In der Nacht vom 20. bis zum 21. Februar 1944 fanden Alliiertenangriffe statt. Ein Jahr später erfolgte die Aussiedlung der Stadtbevölkerung. Russische Truppen befreiten die Ortschaft am 5. März 1945. Stargard wurde zu 70% vernichtet. Die Altstadt verschwand beinahe. Das gegenwärtige Stargard ist fast eine neue Stadt, die von der dritten Generation jener gebaut wurde, die nach dem Krieg in die wiede gewonnenen Gebiete gekommen waren, um hier ihre Wurzeln zu schlagen.

Die lange Geschichte der Stadt an der Ina wird in dem materiellem Erbe niedergeschrieben, das pietätvoll von ihren Bewohnern wiedergegeben wurde. Die prachtvollsten Bauwerke wurden hier zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert, in der Zeit, die man mit dem Namen „des Goldenen Jahrhunderts“ von Stargard bezeichnen kann, errichtet.

Die wertvollste, gotische Sehenswürdigkeit ist die Pfarrkirche in Stargard, die gegen Ende des 13. Jahrhunderts an der stelle des früheren Tempels errichtet wurde. Der seit 1388 dauernde Umbau unter der Leitung des einzigen in Polen von dem Namen bekannten Baumeisters der Epoche – Henryk Brunsbergs, endete mit der Errichtung der in Pommern schönsten Kirche, die zurzeit auf die Liste des kulturellen Welterbes von UNESCO eingetragen wurde. Die Kirche entzückt mit einem prachtvollen Körper. Sie wurde in einer damals selten angewandten Basilikastruktur mit kühnen architektonischen Lösungen, die man später bei dem Bau des Doms in Poznań sowie einiger pommerscher Kirchen in Anspruch nahm, erbaut. Die Hl.-Johannes-Kirche aus dem 15. Jh., deren Turm die Höhe von 99 Metern erreicht, gehört zu dieser Gruppe. Um die Stimmung des alten Stargards zu genießen, sollte man seine ehemaligen Befestigungen entlang gehen, die bis heute in großen Teil bewahrt wurden. Das sind Stadtmauern und Tore, von denen das Portowa - Tor, das an den Ufern des Młyński - Kanals gestützt ist, als ein einzigartiges Bauwerk in Europa betrachtet wird. Außer ihm überstanden die Pyrzycka und Wałowa - Tore, einige Basteinen und ein Bau vor dem Festungswerk. Die seit dem Ende des 13. Jahrhunderts bis zum 16. Jahrhundert errichteten Bauwerke verleihen ein Bild der ehemaligen Stadt, die eine der größten mittelalterlichen Städte in Polen war.

Davon, wie es innerhalb der Mauern aussah, zeugt das gotische, reich geschmückte Bürgerhaus in der Kazimierza Wielkiego - Straße und das Haus der Famille Klecan mit spätgotischem Ausputz (heute eine Bibliothek), der Speicher aus dem 17. Jahrhundert an dem Młyński- Kanal und die einzige wiederaufgebaute Straßenfront des Altmarktes aus dem 17. Jahrhundert. Hier steht ein Rathaus, dem man die Renaissancefassade und die Giebel wiedergab, die 1720 aufgebaute Hauptwache (zur Zeit ein Museum) sowie benachbarte barocke Bürgerhäuser. Die geplante Rekonstruierung der mittelalterlichen stadtbebauung, die Korrektur gegenwärtiger und die Wiederherstellung historischer Straßen, geben Stargard im voll und ganz sein einzigartiges Klima wieder. Hinsichtlich des Komplexes der gotischen Architektur gehört es zu den interessantesten Städten nicht nur auf dem Kreisgebiet und in Westpommern, aber auch im Landesmaßstab.

Interessante Objekte der Architektur und Kunst befinden sich in vielen Orten des Landes von Stargard. Besonders beachtenswert sind in seine Landschaft eingetragene Paläste und Schlösser. In Koszewko, in der Nähe von Stargard, steht ein Neurenaissancepalast, umgebaut in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts. Er war ein Junkersitz, den als Mitgift dem Feldmarschall des III. Reiches, von Paulus seine Frau Benita hereinbrachte. Klassizistische, in der Hälfte des 19. Jahrhunderts sowie um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert errichtete Paläste, die an die historischen Stile anknüpfen, befinden sich in Dolice, Dobropol, Sądowie, Warsztyn Zaniemyśl.

In Pęzin gibt es ein Schloss, das im XII. Jahrhundert als Sitz des pommerschen Stammes Pansin gebaut wurde. Im Verlauf der Geschichte änderte sich seine Form. Als ein gotisches Bauwerk, das aus der eigentlichen Burg und der an dem Fuß der Burg angelegten Siedlung bestand, war von der Mauer und einem Festungsgraben umgeben, dessen Abriss bis heute deutlich ist. Im Laufe der Zeit wurde sie im stil des holländischen Renaissance und im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil umgebaut. Über eine Zeit hindurch herrschte hier der Stamm, Borkowie, einer der größten Rittergeschlechter, dem Łobez und Węgorzyno ihre Entwicklung verdanken. Nach ihnen hatten hier die Johanniter ihren Komtursitz. Seit 1680 bis 1945 war der rechtmäßige Besitzer der Burg in Pęzin das Geschlecht Puttkamer.

n Krępcew, in der Gemeinde Dolice erzählen die Ruinen der Burg- Mauern und ein Fragment des Turms, die an der Ina liegt, von vergangener Geschichte dieses Gebietes, wo sich fest das Rittergeschlecht Wedel eintrug, das hierher von dem pommerschen Fürsten Barnim dem Ersten herbeigeführt wurde. Schon im 14. Jahrhundert gehörten die Wedels zu einflussreichsten pommerschen Familien. Sie waren nicht immer loyal dem fürstlichen Hof gegenüber, trotzdem bleibt unbestritten ihr Beitrag zur Entwicklung der Ansiedlung, landwirtschaftlichen und materiellen Kultur Pommerns. Die Wedels waren auch die Besitzer von Ińsk, das zu ihnen seit 1354 bis 1755 gehörte, mit der Ausnahme von den Jahren 1402-1454, als die Deutschordensritter darüber herrschten. Über einige Jahrhunderte hindurch überragten die Stadt die von ihnen gestiftete Kirche und Burg. Sie errichteten auch die Burg in Krzywnica, von der der Rest der Stein- und Ziegelmauern vom Erdgeschoss übrig blieb.

Das größte Verteidigungsobjekt in Westpommern befand sich in Szadzek (die Gemeinde Dobrzany). Die Burg, über die die Ritter vom Stamm Steglitz herrschten, wurde um die Wende des 13. Zum 14. Jahrhundert erbaut. Szadzko und Dobrzany waren damals knapp 7 Kilometer von der brandenburgisch- pommerschen Grenze entfernt. Von der gewaltigen Errichtung blieben heute nur ein Burghügel, Fundamente des Bauwerks, Fragmente der Mauern, Erddämme mit Bastionen und ein Graben erhalten. Ziegel von den Burgmauern dienten zur Rekonstruierung der vom Brand vernichteten Ortschaft Dobrzany, die der berühmte pommersche Architekt David Gilly, ein Entwerfer der bis heute bestehenden HI.-Michael-Erzengel-Kirche führte.

Sakrale Objekte des Landes von Stargard gehen auf das Frühmittelalter zurück. Mit der Geschichte von Marianowo sind untrennbar das Kloster der Zisterziensernonnen verbunden, das 1248 gestiftet wurde, sowie die Kirche aus dem 15. Jahrhundert – Sanktuarium für die Gottesmutter von Fatima. In dem Kirchengarten wächst eine Eiche, bezeichnet mit dem Namen Sydonia, einer sehr hübschen Frau aus dem bekannten Stamm Borkowie. Sie wurde der Hexerei des Hauses der pommerschen Fürsten angeklagt, anschließend in hiesigem Kloster geschlossen und später enthauptet und auf dem Stapel verbrannt. Sie ist Patronin des seit einigen Jahren in Marianowo stattfindenden Festes unter dem Namen „Sommer mit Sydonia“. Den Rest der Zisterziensererrichtung kann man auch in Kołbacz bewundern (12. Jh.). Einem von seinen Äbten, dem aus Italien stammenden Mönch Bruno, verdanken wir angeblich eine edle Art der Maräne, die bis heute im See Miedwo lebt.

Sakrale Objekte sind vor allem Kirchen, die überwiegend im gotischen Stil errichtet wurden. Beachtenswert ist die Kirche in Grzędzice, wo man die Wandmalerei aus dem 15. Jh. Bewundern kann. In der spätgotischen Kirche (15.-16. Jh.) in Odargowo wird die Renaissanceausstattung aufbewahrt, die aus der 1945 vernichteten gotischen Kirche in Szadzko verlegt wurde. In Ognica befindet sich eine um 1600 gebaute Kirche mit herrlich geschmücktem Giebel und Renaissanceportal. Die gotische Kirche aus dem Feldstein in Suchań, deren Giebelwand sich mit der Schmuckform auf den Turm der HI.-Johannes-Kirche in Stargard bezieht, entzückt mit dem Barockschmuck des Innenraumes.

Suchań, dessen Anfänge auf den Beginn des 13. Jh. Zurückgehen, ist im Bezug auf die bis heute bewahrte Stadtstruktur sehr interessant. Es wurde anhand des Magdeburger Rechts vor 1487 angelegt, wurde nicht neu geplant, was es von anderen Orten auszeichnet. Die Form seiner Bebauung erinnert an einen Spindel mit der Länge von einem Kilometer und Breite von 100 Metern und ist von 2 Hauptstraßen begrenzt, die quer ein Netz von engen Gässchen durchschneidet. Im zentralen Teil des Spindels wurde ein unregelmäßiger Markt, an dem eine Kirche liegt, abgesteckt.

DIE LANDSCHAFT UND DIE NATUR

Der Kreis Stargard bietet außergewöhnliche Vorzüge an, die sich aus seiner geographischen Lage ergeben. Die Kreisgrenzen umfassen einem Teil ausgedehnter Tiefebene von Szczecin, Tiefebene von Pyrzyce, auf deren Fläche sich der größte See des Landes von Stargard – der See Miedwie, sowie ein Fragment der Zachodniopomorska Seenplatte befinden. Die durch das skandinavische Binneneis geformte Landschaft zeichnen in ihrem östlichen Teil Ketten der sich wie ein Breitenkreis erstreckenden Hügel, von denen der höchste –der Berg Głowacz, der die Höhe von 180 Metern über dem Meeresspiegel erreicht, ist auf der Hochebene von Ińsko gelegen. Die Geländebeschaffenheit wird durch die Flusstäler abgewechselt, von denen die größten – die Płonia und Ina in den See Dąbie münden.

Beinahe 7 Kilometer trennen Stargard Szczeciński vom See Miedwie, der bezüglich der Größe sich an fünfter Stelle im Land placiert. Der 10 Kilometer lange See zieht seit langem die Aufmerksamkeit der Segelsportler, seit einigen der Windsurfingliebhaber an. Der saubere und fischreiche See ist auch sehr attraktiv für Angler – hier leben Aale, Hechte, Bleie, Plötzen und die edlen Maränen, auch als die Maräne aus dem See Miedwie bezeichnet.

An dem nördlichen Rande des Sees ist die Gemeinde Kobylanka gelegen, deren Traditionen eines Ferienortes auf die Wende des 19. zum 20. Jh. Zurückgehen, als die typischen Ferienorte – Morzyczyn und Zieleniewo entstanden. Einen ähnlichen Charakter hat auch Wierzchląd in der Gemeinde Stargard Szczeciński, in der Nachbarschaft des Urwalds von Goleniów. Hier befinden sich Campingplätze, Motels sowie zahlreiche Ferienhäuser, ein breiter und sandiger Strand, einer der größten Binnenstrände in Polen, Sport- und Spielplätze. Jedes Jahr finden Segel- und Windsurfingregatta, Volksfeste, Erholungs- und Sportveranstaltungen statt.

Der Iński - Landschaftspark (von Ińsko) ist ein Gebiet von großer Schönheit, in dessen Grenzen sich umfangreiche Flächen vier Kreisgemeinden –Ińsk, Chociwel, Dobrzany und Węgorzyno befinden. Der im Jahre !981 gegründete Park, dehnt sich auf der Fläche von 17.763 ha aus und seine Umhüllung umfasst 26.240 ha. Er ist durch Flussbetten und postglaziale Rinnen geschnitten; mit Anhöhen von unterschiedlicher Höhe und Hangfällen, Talschluchten und Vertiefungen, die Torfmoore und kleine Sölle füllen, stellt der Park ein Gebiet von hervorragenden, landwirtschaftlichen Vorzügen dar.

Hier befinden sich 18 Seen mit der Fläche über 5 ha und 45 kleinere Seen. Das größte Gewässer ist der See Ińsko, eine außergewöhnliche Verbindung der 5 von Anhöhen umgebenen Rinnen- ein Ort der im Juni stattfindenden Internationalen Wettbewerbe für Unterwasserjagd und Unterwasserfotografie. Der See Woświn zeichnet sich durch seine Größe und eine außergewöhnlich mit zahlreichen Buchten und Halbinseln abgewechselte Uferlinie aus.

Ein Reichtum des Parks ist auch die Naturwelt. Hier leben unter anderem sowohl Biber als auch Fischotter, Sumpfschildkröten, Laubfrösche sowie Vögel: Seeadler, Schreidler, roter Milan, schwarzer Milan, Schwarzer Storch, Schwarzer Kranich....Es wachsen hier 800 Pflanzenarten, von denen 12 unter engem Schutz sind. In dem Park befinden sich einige Naturschutzgebiete, von denen 2 : „Kamienna Buczyna“ und „Wyspa Sołtyski“ für den Buchenholzschutz geschaffen wurden. Das Naturschutzgebiet „Głowacz“ schützt die postglaziale Landschaft sowie die Pflanzen- und Tierwelt, die hier auftreten. Besonders beachtenswert ist das Naturschutzgebiet „Grzybieniowe Jeziorko“ in Ognica dank der Wasserpflanzen sowie „Stawy Lutkowskie“ in der Ortschaft Lutkowo, das für die ornithologischen Forscher sehr anlockend ist- seit April bis zum Juli sammeln sich hier Kraniche, um zu übernachten.

Auf dem Land von Stargard gibt es viele andere malerische winkel. Wir finden sie in der Gemeinde Stara Dąbrowa, auf der Ebene von Nowogard und in der Gemeinde Dolice, die an Waldkomplexen reich ist. Der hier durchlaufende Fluss Mała Ina, gehört zu den angenehmen Routen der Paddelbootewildflussfahrten. Durch ähnliche Eigenschaften zeichnet sich die Gemeinde Marianowo aus, gelegen im Flussgebiet von 3 Flüssen: Krąpiel, Krępa und Dołożnica. Die am Unterholz und Jagdtieren reichen Wälder gibt es auch auf dem Gebiet der Gemeinde Suchań, deren unbestrittener Anziehungspunkt das Reitzentrum in Żukowo ist, wo sich über ein halbes hundert Sportpferde, Reitschule, Park und Hotel befinden. Die Gemeinde Łobez ist auch wegen ihrer Fremdenverkehrs- und Landschaftseigenschaften berühmt. Der Fluss Rega läuft über ihre von den Hügeln und Anhöhen abgewechselte Waldfläche, dessen tief ausgeschnittenes Flussbett malerische Windungen in der Nähe der Stadt bildet. In Łobez beginnt auch eine schöne Paddelbootroute, die bis Mrzeżyn führt. Zahlreiche Seen sind in die Landschaft jeder dieser Gemeinden eingetragen.

Die Landschaft, Natur und Kultur vergangener Jahrhunderte und die gegenwärtig kreierten – zeugen von großer Attraktivität des Kreises Stargard, als eines Gebietes vom Erholungs- und Fremdenverkehrscharakter. Hier bestehen hervorragende Bedingungen, um Wildflussfahrten, Wanderlager zu organisieren, Segeln, Windsurfing und Tauchen, Angeln, Fangen zu treiben, Unterholz zu sammeln. Die ständig ausbauende Fremdenverkehrsinfrastruktur – Campingplätze, Zeltplätze, Motels und Hotels von unterschiedlichem Charakter ermöglichen eine Wochenend- und Ferienerholung.

Das Land von Stargard ist für Wander- und Radtourismus geschaffen. Die markierten Routen führen durch die im Hinblick auf die Landschaft und Natur anlockenden Gebiete, indem sie im voll und ganz die Schönheit dieser Erde schätzen lassen. Viele von ihnen verlaufen die Seen und die Flüsse entlang, an denen von Jahr zu Jahr die Zahl der Feldlagerplätze, Gaststätten sowie Freibäder steigt. Ein herrliches Erlebnis für die mit dem Auto fahrenden Touristen ist „Wstęga Ińska“- eine Serpentine, auf der 56 Kurven zu überwinden sind, die mitten des Buchenwaldes (sogenannte „ Bieszczady Ińskie“) aus Ciemnik nach Kozy Pomorskie führt.

Immer intensiver entwickelt sich im Kreisgebiet der Agrartourismus. In den letzten Jahren entstanden hier viele agrartouristische Bauernhöfe Fremdenverkehrsbetriebe, die auf immer höherem Niveau die Ansprüche und Erwartungen sowohl der in- als auch der ausländischen Gäste erfüllen. Einen Ansporn, sie zu besuchen, bilden die volle Sanitärinfrastruktur, die vorzügliche Landküche und die für die Erholung günstige Atmosphäre. Als Vorteil und Eigenartigkeit der agrartouristischen Bauernhöfe ist die Annahme der Gäste durch das ganze Jahr zu betrachten.

WIRTSCHAFT

In der wirtschaftlichen Landschaft des Kreises Stargard herrscht die Landwirtschaft vor. Der Kartoffel-, Tritikale-, und Weizenanbau ist vorherrschend unter den landwirtschaftlichen Hauptanbauten. Es bestehen auch gute Bedingungen für den Anbau von Zuckerrüben, Obstbau und Gemüsebau. Bei der Tierproduktion überwiegt die Schweinezucht. Die Verarbeitungsindustrie entwickelt sich in Anlehnung an die landwirtschaftliche Produktion.

Der Wirtschaftszweig, der am intensivsten ausgebaut wird, ist der Fremdenverkehr, von der Gemeinde- und Kreisselbstverwaltungsbehörde als erstrangig betrachtet, sowie der mit ihm verbundene Dienstleistungs- und Handelssektor. Außergewöhnliche Naturverhältnisse und keine für die Umwelt lästige Industrie begünstigen ihn. Für ihren Schultz unternimmt man viele umweltfreundliche Vorhaben – man baut Kläranlagen, die entstehen die umweltfreundlichen Mülldeponien für Kommunalabfälle.

Es werden günstige Bedingungen für die Investoren geschaffen, die sich in die Weiterentwicklung der Infrastruktur engagieren möchten. Die Gemeinden stehen auch offen für die Entwicklung anderer Wirtschaftsbereiche, die keine Degradierung der auf diesem Naturgebiet wertvollen Naturumwelt veranlassen. Sie sind vor allem den mit dem Fremdenverkehr und Erholung verbundenen Investitionen gegenüber aufgeschlossen. Die Selbstverwaltungen bieten freie Gelände für den Wohnungs- und Erholungsbau an. Viele freie Gebiete und Objekte warten auf die Bewirtschaftung auf der Ińskie Seenplatte.

Das größte Wirtschaftszentrum des Kreises ist Stargard Szczeciński, das mit über 74.000 Einwohnern sich diesbezüglich auf dritter Stelle unter den Städten in der Wojewodschaft Zachodniopomorskie placiert. Stargard ist eine Stadt der jungen Leute, ca. 60 % seiner Einwohner überschritten das 40. Lebensjahr nicht. Von ihrer Aktivität und Unternehmungsgeist zeugt die Zahl der registrierten wirtschaftlichen Einheiten, die Ende des Jahres 2000 7419 betrug. Private Firmen, die über 98 % aller wirtschaftlichen Einheiten ausmachen, sind vor allem im Dienstleistungs- und Handelssektor, im Bauwesen und Transport tätig. Ca. 13 % der Unternehmen befassen sich mit der Lebensmittel und landwirtschaftlicher Erzeugnisse, Textil-, Bekleidungs-, Elektromaschinen-, Metallindustrie und die Produktion von Baumaterialien bilden.

Von dem Rang von Stargard als einem wirtschaftlichen Zentrum des Kreises zeugt die beträchtlich entwickelte Geschäftsumgebung. Die Stadt ist Sitz von 10 Bankvertretungen, vielen Unternehmensberatungs-, Rechnungs-, Versicherungsfirmen, Notariaten und Immobilienbüros sowie der Wirtschaftskammer von Stargard, die in der Stadt funktionierende wirtschaftliche Einheiten vertritt.

Die Aktivität der wirtschaftlichen Einheiten wird von der lokalen Selbstverwaltung unterstützt. Die Stadtverwaltung ist auch sehr interessiert an der Entwicklung der Investitionen in der Stadt. Die bearbeitete Strategie der Raum-, Sozial- und Wirtschaftsentwicklung der Stadt, die Rechtsordnung im Rahmen der für Investitionen bestimmten Grundstücke sowie die modernisierte technische Infrastruktur begünstigen die Investitionstätigkeit. Alle diesen Faktoren bewirken, dass Stargard Szczeciński bezüglich der Investitionsaktivität einen Platz an der Spitze der Kreisstädte Polens einnimmt. Geschäftsleute in Polen als auch die aus dem Ausland sind an der Entwicklung der wirtschaftlichen Tätigkeit in der Stadt interessiert.

Das Investitionsangebot der Stadt ist umfangreich. Für Bewirtschaftung ist ein Gelände des ehemaligen Flughafens in mit der Fläche von 525 ha vorbereitet, das Betonstartpisten, einige zehn der Hangar- und Lagerobjekte, Nebengeleise und Gebäude umfasst. Auf die Investoren warten auch Gelände (ca. 100 ha), die im nordwestlichen Stadtteil, im sogenannten Gelände des Industrieparks gelegen sind, der für die Industrie- und Dienstleistungstätigkeit bestimmt ist. Bewirtschaftung sind auch Grundstücke in der Innenstadt und im Stadtzentrum, insbesondere für den Wohnungs- und Dienstleistungsbau vorgesehen.

 

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